Bmst.Ing. Roman Krammer - office@baumeisterkrammer.at

PLANUNG

Eine gut durchdachte Planung ist eine wesentliche Grundlage für ein perfektes, neues Heim. Deshalb bildet sie einen essentiellesten Teil im Bauablauf. Die Planungsphase eines Projektes gliedert sich wie folgt:

Vorentwurf- bzw. Entwurfsplanung

Ziel ist es die Wünsche, Vorstellungen und Anforderungen des Bauherrn an ein neues Heim umzusetzen. Aufgabe der Planung ist es dabei die entsprechenden Raumbeziehungen zueinander sowie deren Ausrichtung unter Einhaltung der vorgegebenen Bebauungsbestimmungen optimal auf Papier zu bringen.   

Einreichplanung

Der zwischen Bauherrn und Planer gemeinsam erarbeitete Entwurf bildet die Grundlage für die Einreichplanung. Diese hat alle baurechtlichten Vorschriften zu enthalten, um eine Baubewilligung zu erlangen. 

Ausführungs- und Detailplanung

Die Ausführungsplanung (auch Polierplanung genannt) ist die Fortführung des Einreichplanes. In den Plänen finden sich Bauangaben über erforderliche Größen von Installationsschächten, Bemaßung der Rohbaufensteröffnungen etc., um so dem Bauausführenden alle Angaben für die Umsetzung auf der Baustelle zu ermöglichen.

 

BAUFÜHRUNG

Zieht der Bauherr in Erwägung sein Projekt in Eigenregie zu errichten, so ist der Baubehörde bei bewilligungspflichtigen Bauvorhaben ein Bauführer zu melden. Dieser erstattet die Fertigstellungsmeldung nach Vollendung des Projektes. Der Bauführer haftet hiermit für die Ausführung hinsichtlich der Einhaltung aller Bestimmungen gemäß der Bauordnung, sowie aller statisch tragenden Bauteile. 

 

ENERGIEAUSWEIS - BAUPHYSIK

Das sogenannte "Pickerl" für das Haus wird auch als Heizwärmebedarfsberechnung bezeichnet und spiegelt das thermisch-energetische Verhalten eines Gebäudes wieder. Der Energieausweis ist bei Neu- und Zubauten für Gebäude/Gebäudteteile bestimmter Größe und Gebäudeart ein Bestandteil der Einreichunterlagen. Auch bei Ansuchen um Wohnbauförderung ist ein Energieausweis erforderlich.

Auch die Einhaltung der Schallschutzanforderungen gemäß Bauordnung werden in der Bauphysik berechnet und sind im Bedarfsfall Bestandteil der Einreichunterlagen.

 

STATIK

Bemessung der tragenden Teile eines Gebäudes (Fundamente, Decken, Stützen, etc.)

 

AUSSCHREIBUNG

Die Ausschreibung ist die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses mit definierten Ausführungs- und Qualitätsvorgaben. Diese wird an die Bieter (bauausführenden Unternehmen) zur Erstellung eines Angebotes gerichtet. Vorteil ist, dass alle Bieter den gleichen Leistungsumfang im Angebot enthalten haben und somit die Angebotspreise direkt vergleichbar sind.

 

ÖRTLICHE BAUAUFSICHT

Die Aufgabe der örtlichen Bauaufsicht ist die Überprüfung der ausführenden Firmen auf Einhaltung der im Vertrag bedungenen Leistungen und Qualitätsanforderungen. Ebenso wird dabei auf die Einhaltung der Bauzeit und der Kosten geachtet.

 

BAU KG

Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz (Bau KG) ist bei Bauvorhaben ab einer gewissen Größe/Umfang verpflichtend anzuwenden. Es dient der Koordination in Bezug auf Sicherheit zwischen den ausführenden Unternehmen. Der Bauherr hat dabei einen Planungskoordinator und einen Baustellenkoordinator zu bestellen. Aufgabe des Planungskoordinators ist die Erstellung eines SIGE-Planes (Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes). Der Baustellenkoordinator hat auf die Einhaltung bzw. erforderlichenfalls auf die Anpassung des SIGE-Planes zu achten.